Wir fördern, unterstützen und führen selbst viele nachhaltige, ökologische und sozial-kulturelle Projekte in unserem schönen Dorf Kamerun durch. Ob im Urlaub oder Dorfbewohner, als Vereinsmittglied oder Gast oder in Rahmen eines Ökologischen Praktikums – wir wollen ein nachhaltiges Leben fördern und auch ein nachhaltiges Reisen in Deutschland wieder schmackhaft machen und Urlaub in der Natur in der wunderschönen Lüneburger Heide unterstützen.

1. Natur-Projekt: Wasserdurchritte

Für alle Reiter ein absoluter Luxus: unsere Wasserdurchritte! Zwei künstliche Teiche haben wir in Kamerun gebaut – ein tiefer Durchritt und ein 20m mal 40m großer Wasserplatz. Das Wasser ist nicht nur eine willkommene Abkühlung nach der Reitstunde im Sommer, sondern auch in der Ausbildung und im Training unserer Pferde eine wichtige Ergänzung.

nachhaltiges ökologisches Projekt für Urlaub in der Natur Natururlaub grüner Urlaub

Das Projekt:

Um das Projekt Wasserdurchritt noch ökologischer zu machen, haben wir beim Bau beider Teiche viel wert darauf gelegt, die Architektur der Wasserstellen möglichst einladend für Kröten, Frösche und anderen Amphibien zu gestallten. Aber auch ein gesundes Mini-Ökosystem zu erschaffen war uns ein Anliegen, weswegen wir z.B. auch auf eine natürliche Filteranlage – die Teichmuscheln – gesetzt haben. Schon bei der Planung haben wir keinen Aufwand gescheut um alle potentiellen Bewohner, Reiter und Pferde glücklich zu machen und jeden zu bedenken.

Der Bau:

als die Planung endlich zur Zufriedenheit aller abgeschlossen war und alle nötigen Materialien gekauft waren, kam der nächste große Schritt die Umsetzung. Es stand vieles an: unterschiedliche Höhenlevel schaffen, Flächen begradigen, Steine wegsammeln, Planen legen, Weidenstecklinge pflanzen, und .. und … und. Nur dank der vielen freiwilligen Helfer konnte das Projekt so schnell umgesetzt werden. Besonderer Dank gilt hier den vielen Mitgliedern des hiesigen Reitvereins, die das Projekt tatkräftig mit unterstützt haben.
Das Endergebnis kann sich sehen lassen!

Amphibien- und Fischzone:Natururlaub auf dem Reiterhof Nachhaltiger Urlaub in der  Lüneburger Heide

Schutzzonen zu schaffen für Kröte, Molch und Co. ist auch in der Natur sehr wichtig. Der deutsche Forst ist schließlich kein artenreicher Regenwald, sondern größtenteils sehr einseitige Wirtschaftsfläche und Moore und Tümpel zwischen Feldern werden immer mehr trocken gelegt. Für Insekten die mehrere Jahre im Larven oder Puppenstadium verbringen ist in den schnell umgepflügten landwirtschaftlichen Flächen quasi unmöglich zu überleben. Um solche Überlebenszonen zu schaffen und gleichzeitig diese Gebiete erlebbar zu machen und so das Bewusstsein für unsere Mitbewohner in der Natur zu stärken, fördern und setzen wir Projekte wie dieses um. Und die Wasser Flora floriert prächtig: verschiedenste Vertreter des Tierreiches haben sich inzwischen angesiedelt. Die Wasserdurchritte bieten nun schon seit Jahren verschiedenen Fischarten, Teichmuscheln, Kröten, diverse Insekten, Fröschen, Libellen und noch so vielen mehr ein Zuhause.

Wasserflora:

Faszinierende Pflanzen wachsen im und am Wasser, manche ganz unauffällig wie das Pampasgras und andere ziehen sofort alle Blicke auf sich, wie die bunten Blüten der Teichrosen. Eine botanische Artenvielfalt hat sich durch unsere Bemühungen in dem kleinen Wasserparadies breit gemacht und in erfüllt einen wichtigen Teil in dem kleinen künstlichen Ökosystem. Die Karpfen fressen die Wasserlinsen, die Frösche und Kaulquappen finden Schutz unter den Teichrosenblättern und diese wachsen und gedeihen dank des Pferdeäpfel-Düngers, den die Pferde ab und zu hinterlassen. So schließt sich der Kreis des vom Menschen genutzten Ökosystems.

Besonders landschaftsprägend sind hier die Weiden. Als Stecklinge eingepflanzt sind die natürlichen Begrenzungen gut gewachsen und dienen jetzt nicht nur dafür die Zonen abzugrenzen, sondern sind bei den Pferden auch besonders beliebt. Die Rinde der mehrjährigen jungen Äste anknabbern, wissen die Pferde von Natur aus um die antiinflammatorische Wirkung der schönen Bäume.

Wasser für die Pferde:nachhaltige und ökologische Projekte im Urlaub in der Natur Natururlaub auf dem Reiterhof Lüneburger Heide

In Kamerun wird viel Wert auf eine artgerechte und möglichst natürliche Haltung gelegt. Dazu gehört nicht nur der selbstverständliche tägliche Weidegang, sondern auch die regelmäßigen Ausflüge auf frische Grünflächen. Dabei haben wir gemerkt, dass auch eine ‚natürliche‘ Wasserquelle ebenfalls ein Bedürfnis von vielen Pferden und Ponys ist. Und da wir die Teichgräben gut planiert haben trocknet auch im Sommer nicht die ganze Wasserfläche aus. Gerade die abenteuerlustigen Jährlinge erkunden dann gerne das Wasser und nehmen dabei auch gerne mal ein Bad. Und ob jung oder alt – alle Kameruner Pferde bevorzugen es aus dem Teich zu trinken. Sogar die Fohlen in Kamerun werden schon früh von ihren Müttern und Jahrgangsgeschwistern von den Vorzügen des kühlenden Bades überzeugt.

Trainingsgelände:nachhaltige und ökologische Projekte im Urlaub in der Natur Natururlaub auf dem Reiterhof Lüneburger Heide

Da muss man erstmal mithalten – Ein- und Aussprünge ins Wasser, Zugänge bergab und bergauf, durchs Wasser galoppieren und sogar ganze Reitstunden als Aquatraining in dem großen Flachteich abhalten – das ist bei uns in Kamerun kein Problem! Dieses einmalige Trainingsgelände bietet nicht nur unvergleichliche Möglichkeiten für Profis, sondern ist sogar für Einsteiger nutzbar. Und nicht zu vergessen ist dabei die Rolle, die die Wasserdurchritte in der Pferdeausbildung spielen. Für die Ausbildung eines guten Allrounder-Reitpferdes ist es schließlich unabdingbar vielseitige Trainingsmöglichkeiten zu haben. Dabei ist der Wasserdurchritt in Kamerun neben etlichen anderen Trainingsstationen (5 Dressurplätzen, 2 Longierzirkel, Reithalle, Geländespringparcours, Sandberge, Bodenarbeitsparcours, 3 Springplätzen) nur die Kirsche auf der Torte.

2. Natur-Projekt: Ansitzstangen

Die Idee:

Ein wahrlich majestätisches Bild – ein Greifvogel, der über den Wiesen seine Kreise zieht! Meistens sieht man Mäusebussard, Roten Milan und Co aus weiter Ferne, manchmal sieht man die geschickten Jäger auf den Feldern oder Zäunen sitzen.
Doch die Jagd verlangt den großen Vögeln viel ab. Gerade im Winter ist eine von Feldern und weiten Freiflächen geprägte Landschaft ein Problem für die Greifvögel. Aus diesem Grund wurde das Projekt Ansitzstangen ins Leben gerufen.

Die Ansitzjagt hat den Vorteil, dass der Greifvogel nicht im Flug die Beute erspähen muss, sondern er geduldig von einem bis zu 4m hohen bequemen Aussichtsposten auf sein potentielles Mahl warten und so erheblich an Energie sparen. Auch um das eigene Nest im Blick zu behalten können die Ansitzstangen genutzt werden.

Erfolge:

Natürlichen Bäumen nachempfunden wurden für die 11 Stangen Baumstämme in allen möglichen Formen gewählt und auf den Wiesen aufgestellt – mit sehr gutem Feedback! Die größte Bestätigung für unser Projekt hat uns der Mäusebussard gegeben, der noch am ersten Tag die Ansitzstangen eingeweiht hat!

3. Natur-Projekt: Nachhaltige Futtermittel: Topinambur

Was ist das? – Topinambur ist ein Wurzelgemüse, welches in der indigenen Bevölkerung Mittel- und Nordamerikas kultiviert wurde und im 17 Jahrhundert seinen Weg nach Europa fand. Hier hat es sich als Nahrungs- und Futtermittel lange durchgesetzt, bis die Knolle schließlich von der ertragreicheren und kalorienreicheren Kartoffel abgelöst wurde. In den letzten Jahren erlebte Topinambur aber wieder einen Aufschwung. Cholesterinarm, aber reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Magnesium, kommt die Knolle passend zu heutigen Essenstrends immer häufiger auf den Tisch und löst die Kartoffel wieder ab. Besonders für Diabetiker und bei Stoffwechselstörungen ist Topinambur das ideale Alternativ-Lebensmittel.

Zusatzfutter für Pferde:

Nicht nur bei Menschen landet Topinambur auf dem Teller, es ist auch ein Geheimtipp als Zusatzfuttermittel für Pferde. Das Inulin wirkt als Präbiotikum fördernd auf den Verdauungstrakt und kann Pferden bei Futterumstellungen z.B. um die Weidesaison unterstützen. Unsere Kameruner Pferde kommen dank des Topinambur-Projektes jeden Herbst in den Genuss der Knolle.

Aber das ist nicht das einzige nachhaltige Futtermittel für unsere Pferde, welches in Kamerun direkt wächst. Auch die Weidenbäume werden speziell für unsere Reittiere kultiviert und gepflegt, denn die zarten Frühlingsblätter und die Rinde haben es ihnen besonders angetan. Aber auch frisch geschnittene Brennesseln stehen auf dem Speiseplan unserer Pferde. Wenn Sie sich mit offenen Augen im Urlaub in der Natur von Kamerun umschauen werden Sie bestimmt viele Pflanzen entdecken, die auf dem Speiseplan der Feinschmecker stehen.